Umfangreiche Sanierung der Finanzbehörde beginnt
Um die Substanz des historische Schumacher-Baus am Gänsemarkt 36 zu erhalten und es weiter als Dienstgebäude der Hamburger Finanzbehörde nutzen zu können, wird nun mit den Sanierungsarbeiten begonnen. Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Sprinkenhof Geschäftsführer Jan Zunke stellten heute die Sanierungsmaßnahmen der Hamburger Finanzbehörde vor. Zum Start übergab Dr. Andreas Dressel symbolisch den Schlüssel des Hauses an Jan Zunke. Die Sanierungskosten des Baudenkmals Gänsemarkt 36 belaufen sich auf rund 95,17 Mio. Euro.
Die Freie und Hansestadt Hamburg hatte im September 2023 das denkmalgeschützte, von Fritz Schumacher 1926 fertiggestellte Verwaltungsgebäude, zurückgekauft. Der achtgeschossige Stahlbetonbau ist rund 21.000 qm groß. Mit seiner roten Klinkerfassade und der stark gerasterten Lochfassade ist dieser Bau charakteristisch für die Staatsbauten von Schumacher.
Die Modernisierungsmaßnahme findet in enger Abstimmung mit der Finanzbehörde und dem Denkmalschutzamt statt. Zuvor hatte die Finanzbehörde eine Nutzerbedarfsanalyse durchführen lassen, die an Sprinkenhof übergeben wurde und als Grundlage der Planung für die Architekten und Fachplaner dient. Zusätzlich wurden weitere Bedarfsmaßnahmen wie die denkmalgerechte Ertüchtigung des Leo-Lippmann-Saals beschlossen. Die Sanierung wird nachhaltig, ressourcenschonend und nach ökologischen Kriterien ausgerichtet. Unter anderem werden alle Flure, die drei Treppenhäuser und der Eingangsbereich am Gänsemarkt denkmalgerecht in ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zurückgesetzt. Die im Laufe der Jahrzehnte eingezogenen, nichttragenden Wände in den Büros werden an der Gebäudeecke Valentinskamp/Neue ABC-Straße auf allen Etagen zurückgebaut. Damit eröffnen sich größere, zusammenhängende Flächen, die ein modernes Bürokonzept abbilden. In Teilbereichen der Flächen sollen großzügigere Team- und Netzwerkräume sowie Zellenbüros entstehen. Zudem wird ein Bereich der ehemaligen Kantine als Konferenzbereich eingerichtet, der auch extern nutzbarer sein wird.
Weiterhin werden brandschutztechnische Maßnahmen umgesetzt, die technische Gebäudeausstattung wird erneuert und eine energetische Dachsanierung, inkl. der Installation einer PV-Anlage ist vorgesehen.
Im Dezember 2026 wird das Gebäude 100 Jahre alt. Es ist eines der wichtigsten Zeugnisse des Wirkens von Fritz Schumacher in Hamburg.